In jüngster Vergangenheit gab es Unsicherheiten, ob die von Mitarbeitern vorgelegten Online-Selbsttestzertifikate akzeptiert werden müssen. Nach dem sehr zu begrüßenden, aktuellen Beschluss des Landgerichts (LG, Az.: 406 HKO 129/21) Hamburg berechtigen die ohne persönlichen Kontakt zwischen Arzt und Patient ausgestellten Online-Selbsttestzertifikate eines Arztes nicht zum Zugang zum Betrieb nach der 3G-Regel. Hinweise auf ein solches unzulässiges Online-Selbsttestzertifikat können sich dabei z.B. aus einer weiten Entfernung zwischen dem Ort der ausstellenden Praxis und dem Ort des Betriebes ergeben.
Wichtige weitere Hinweise der BDA zum 3G-Nachweis und zu Testnachweisen
Darüber hinaus hat die BDA noch interessante Hinweise zum 3G-Nachweis und speziell zu Testnachweisen veröffentlicht. Die zugrundeliegende Testung darf max. 24 Stunden, bei PCR-Tests max. 48 Stunden, zurückliegen. Die Gültigkeit muss zum Zeitpunkt der betrieblichen Zugangskontrolle gegeben sein. Bei zwischenzeitlichem Verlassen, z.B. für Außendiensttätigkeiten, kann (wenn die 24-Std.-Gültigkeit zu diesem Zeitpunkt abgelaufen ist) für das neuerliche Betreten der Arbeitsstätte ein neuer Test erforderlich werden. Selbsttests unter Aufsicht gelten innerhalb der ausführenden Organisation als 3G-Nachweis und nicht außerhalb. Beschäftigte haben auch bei tätigkeitsbedingtem Betreten von Arbeitsstätten anderer Arbeitgeber einen gültigen 3G-Nachweis mitzuführen. Arbeitnehmer müssen ihren Immunisierungsnachweis für Kontrollen der zuständigen Behörden bereithalten. Die Nachweise können aber freiwillig beim Arbeitgeber hinterlegt werden.