Zur Verabschiedung des Landeshaushalts für 2022 hat sich Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold geäußert: „Die auch in Krisenzeiten komfortable Finanzsituation des Landes hat der Landesregierung Spielraum ermöglicht, den diese im Großen und Ganzen klug genutzt hat. So setzt sie zum einen auf das Tilgen von Schulden, investiert aber gleichzeitig in notwendige Infrastruktur, in Klimaschutz und gezielte Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft. Denn bei der Bewältigung der Herausforderungen durch Transformation und Pandemie darf insbesondere der Mittelstand nicht allein gelassen werden. Wir sind überzeugt, dass sich dies langfristig in mehr Stabilität und einem höheren Steueraufkommen auszahlen wird – wovon wiederum die gesamte Gesellschaft profitieren wird. Das ist im besten Sinne nachhaltige Haushaltspolitik.
Wir freuen uns, dass unsere Zukunftsinitiative „Handwerk 2025“ fortgeführt und auf die Themenfelder Nachhaltigkeit und Transformation ausgeweitet wird. Mit zahlreichen Angeboten für die Handwerksbetriebe – bisher in den Bereichen Personal, Strategie und Digitalisierung – hat die Initiative bereits tausende Betriebe erfolgreich unterstützen können. Die Herausforderungen im Handwerk sind allerdings noch lange nicht vollständig gemeistert. Daneben kommen in den Bereichen Transformation und Ökologie neue Fragen auf die Betriebe zu, auf die sie vorbereitet werden müssen. Die Fortführung und Erweiterung von „Handwerk 2025“ ist ein starkes Zeichen, dass die Politik die Situation der Betriebe ernst nimmt.
Die Fortführung der Meisterprämie und der Meistergründungsprämie zeigen die Anerkennung der Leistung insbesondere unseres Handwerksnachwuchses. Hier gilt es aber, auf dem Weg zur Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung das Tempo weiter hochzuhalten. Positiv auch: Die Digitalisierungsprämie plus – stark nachgefragt bei Handwerksbetrieben – läuft ebenfalls weiter.
Mehr hätten wir uns dagegen vom lange angekündigten Azubi- und Jugendticket erhofft. Durch die Beteiligung der kommunalen Verkehrsverbünde an den Kosten befürchten wir einen regionalen Flickenteppich und kein echtes, landesweites Angebot. Wir hoffen, dass hier in der konkreten Ausgestaltung noch einmal nachgebessert wird.“