Seit Beginn der Corona-Pandemie hat sich die bisher mangelhafte Digitalisierung der Zulassungsvorgänge noch deutlicher gezeigt. Erhebliche Verzögerungen bei Neuzulassungen und Ummeldungen haben zu Unmut geführt. Seit September 2020 fanden daher zahlreiche Gespräche unter Leitung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit Beteiligung des ZDK statt. Federführendes Bundesland ist Baden-Württemberg; Verkehrs- und Innenministerium im Land arbeiten aktuell an Lösungen und einer zentralen Schnittstelle für Großkunden zum KBA. Diese Vorschläge haben unser Verband und die Kfz-Innung Freiburg gemeinsam mit der Handwerkskammer und dem Innenministerium zuletzt intensiv erörtert. In einem zweiten Schritt sollen dann alle Kfz-Betriebe eingebunden werden können. Vertreter der Kommunen wollen dagegen an der Verknüpfung der dezentralen Portale der Zulassungsstellen mit einer Großkundenschnittstelle festhalten. In einem gemeinsamen Brief bitten der Verband der Automobilindustrie (VDA), Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und der ZDK das Bundesverkehrsministerium, an der zentral ausgerichteten Reform der Fahrzeugzulassung festzuhalten.

(251-01/Carsten Beuß)