Über die in der Landeshauptstadt Stuttgart bereits seit drei Jahren festzustellende flächendeckende Einhaltung der Grenzwerte beim Feinstaub haben wir bereits berichtet. Zwischenzeitlich zeichnet sich tendenziell eine vergleichbare Entwicklung beim Stickstoffdioxid in Stuttgart ab. So konnten 2020 an den hochbelasteten Hotspots Am Neckartor und in der Hohenheimer Straße der Grenzwert für die Stickstoffdioxid-Konzentration im Jahresmittel von 40 μg/m³ eingehalten werden.
Unseres Erachtens sind die Tage der Messstellen mit leichten Grenzwertüberschreitungen allerdings gezählt. Auf Grund der weiter voranschreitenden Erneuerung der Fahrzeugflotte und der Maßnahmen zur staufreien Verkehrsführung gelingt es bereits weitestgehend, die verkehrsnahen Belastungen bei den Stickstoffdioxiden abzusenken und damit einhergehend auch die Grenzwerte einzuhalten. Ein gutes Beispiel dazu ist der Neubau des Rosensteintunnels, welcher voraussichtlich Mitte 2021 in Betrieb gehen wird. Insbesondere in Bad Cannstatt und im Bereich der Pragstraße ist daher eine Einhaltung der Grenzwerte zu erwarten – insofern muss das zonale Fahrverbot dann auch zeitnah auf den Prüfstand gestellt werden!
(065-07/Roland Blind)