Der uneingeschränkte Zugang zu Reparatur- und Wartungsinformationen der Marke Tesla ist nun auch für unabhängige Kfz-Betriebe möglich. Zum Jahreswechsel hat der Fahrzeughersteller seine Plattform für Reparatur- und Wartungsinformationen entsprechend angepasst. Dem war eine Beschwerde unseres Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und anderer Marktteilnehmer vorausgegangen. Dieser Erfolg zeige, wie wichtig die intensive Verbandsarbeit gerade auch auf europäischer Ebene sei, betont ZDK-Vizepräsident Wilhelm Hülsdonk.
Gemäß der geltenden Gesetzgebung muss allen Kfz-Betrieben ein diskriminierungsfreier Zugang zu Reparatur- und Wartungsinformationen sowie zur Diagnose- und Programmierungssoftware gewährt werden. Nach Angaben des ZDK verlangt Tesla momentan eine sehr hohe Gebühr (125 Euro pro Stunde) für die Nutzung der Diagnose- und Programmierungssoftware sowie ein geringeres Entgelt (30 Euro pro Stunde) für Wartungsinformationen über das technische Portal. Insbesondere die erhobene Gebühr für die Diagnose- und Programmierungssoftware verstößt aus Sicht des ZDK gegen die in der Typgenehmigungsverordnung (EU) 2018/858 verankerte Diskriminierungsklausel, da es unabhängigen Kfz-Betrieben nicht möglich sei, den Kunden ein vergleichbares Serviceangebot gegenüber den autorisierten Tesla-Betrieben zu ermöglichen. „Wir werden daher auch dieses Problem an die zuständigen Stellen bei der Europäischen Kommission kommunizieren, um eine Verbesserung zu erwirken“, betont Hülsdonk.
(034-06/Roland Blind)