In einem aktuellen Urteil hat das Bundesarbeitsgericht (BAG, Az.: 5 AZR 217/21) die für manche Arbeitgeber interessante Frage zum Mindestlohn bei studienbegleitenden Pflichtpraktika geklärt und sinngemäß folgendes entschieden:
Für die vor Aufnahme eines Studiums zwingend zu erbringenden Pflichtpraktika (Zulassungsvoraussetzung für das Studium) steht dem Absolventen kein Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn zu. Denn ein nach hochschulrechtlichen Bestimmungen vorgeschriebenes Praktikum fällt gemäß § 22 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 Mindestlohngesetz (MiLoG) nicht in den Anwendungsbereich dieses Gesetzes.
Fazit:
Das Urteil ist für solche Kfz-Unternehmen interessant, die Studenten in ihrem Betrieb die Durchführung von Pflichtpraktika in Zusammenhang mit einem Studium ermöglichen. Bislang war schon klar, dass die obligatorischen Praktika während des Studiums nicht vom Mindestlohnanspruch nach dem MiLoG umfasst sind. Nunmehr hat das BAG auch klargestellt, das vor der Aufnahme bestimmter Studiengänge verpflichtend vorgeschrieben Praktika ebenfalls nicht zu einem Mindestlohnanspruch führen.