Nachdem auch der Bundesrat grünes Licht für das „Dritte Corona-Steuerhilfegesetz“ gegeben hat, werden vor allem die beiden nachfolgenden coronabedingten steuerlichen Verbesserungen kurzfristig aber befristet in Kraft treten:
Temporäre Anhebung des steuerlichen Verlustrücktrags
Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hatte sich im Rahmen des Gesetzesverfahrens gemeinsam mit den anderen Spitzenverbänden für Verbesserungen bei der Verlustverrechnung im Sinne des § 10d Einkommensteuergesetz (EstG) eingesetzt. Die nun erfolgte Anhebung des Höchstbetrages beim Verlustrücktrag von 5 auf 10 Millionen Euro (bzw. von 10 auf 20 Millionen Euro bei Zusammenveranlagung) (§ 10d EStG) für die Veranlagungszeiträume 2020 und 2021 ist ausdrücklich zu begrüßen. Allerdings geht sie nach Meinung der Wirtschaft nicht weit genug, da Unternehmen aktuell durchaus höhere krisenbedingte Verluste als 10 Millionen Euro erleiden und außerdem über einen längeren Zeitraum für den Verlustrücktrag geboten damit eine vollständige Berücksichtigung der krisenbedingten Verluste erreicht werden kann.
Verlängerung der Anwendung des ermäßigten Umsatzsteuersatzes für „Speisen vor Ort“
Zur Unterstützung der gastronomischen Betriebe war schon mit dem „ersten Corona-Steuerhilfegesetz“ für die Zeit vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 für Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen der ermäßigte Umsatzsteuersatz eingeführt worden. Nun wird dieser Zeitraum für die Anwendung des ermäßigten Steuersatzes auf Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen mit dem „Dritten Corona-Steuerhilfegesetz“ bis zum 31. Dezember 2022 verlängert.
(341-00/Julia Cabanis)