„Bei diesem geplanten Projekt mit einem Umfang von 150 Mio. Euro soll in Córdoba ab 2024 grüner Strom und Wasserstoff mit Photovoltaik erzeugt werden. Der grüne Wasserstoff ist ein wichtiger Beitrag für unser Vorhaben, eine Raffinerie der Zukunft bei der Mineralölraffinerie in Karlsruhe zu etablieren“, so Verkehrsminister Winfried Hermann MdL.
Darüber hinaus sollen verschiedene innovative und klimafreundliche Transportoptionen erprobt und verglichen werden, um den Wasserstoff – wenn möglich auf der Schiene – nach Deutschland zu transportieren. Denn der sichere und verlustfreie Transport und die Schaffung der notwendigen Infrastrukturen sind beim Wasserstoff im Vergleich zu synthetischen Kraftstoffen noch eine große Herausforderung und damit elementare Voraussetzung für das Erreichen der Klimaziele. Die Viridi RE GmbH mit Sitz in Heilbronn koordiniert das Vorhaben. Weitere Partner sind Green Enesys Group GmbH, bse Methanol GmbH, Siemens Energy Global GmbH &Co. KG und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
„Die Beteiligung an diesem sogenannten Important Projects of Common European Interest (IPCEI)-Vorhaben, also einem transnationalen, wichtigen Vorhaben von gemeinsamem europäischen Interesse, passt sehr gut in unsere Strategie einer Roadmap für reFuels für Baden-Württemberg. Mit der Roadmap reFuels verfolgen wir einen übergreifenden Ansatz, der die Produktion von reFuels in Ländern mit hohem Solarpotential, beispielsweise in Südeuropa oder Marokko in den Blick nimmt. Eine elementare Rolle spielt dabei das Thema Transport. Dieses gilt sowohl für synthetische Kraftstoffe als auch für Wasserstoff als Zwischen- oder Endprodukt. Daher werden in der Roadmap reFuels vorhandene und künftige Transportoptionen analysiert und Handlungsempfehlungen gegeben, um die gesetzten Klimaziele zu erreichen“, sagte Hermann.
Ziel des Projektes „SolarHy Córdoba” ist es, ab 2024 grünen Wasserstoff zu produzieren und nach Deutschland zu liefern. Der Wasserstoff wird dabei mittels Photovoltaikanlagen (PV) im andalusischen Córdoba produziert, welches aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung besonders gut als Standort geeignet ist. Die PV-Anlage soll zunächst eine Leistung von 100 Megawatt (MW) haben und in einer 2. Phase auf 200 MW verdoppelt werden.
(065-00/Carsten Beuß)