Der Bundestag hat insbesondere folgende Sonderregelungen bis zum 23. September 2022 verlängert:
• Der Entschädigungsanspruch nach § 56 Abs. 1a IfSG bei Betreuungsausfällen
• Die Sonderregelung zum Kinderkrankengeld, die dessen Inanspruchnahme auch bei pandemiebedingten Betreuungsausfällen ermöglicht
• Außerdem die Sonderregelungen beim Elterngeld. Dies betrifft insbesondere Zeiten der Kurzarbeit nach § 2b Abs. 1 S. 4 BEEG, die bei der Elterngeldberechnung nicht berücksichtigt werden und die Möglichkeit bei systemrelevanten Tätigkeiten eine Elternzeit nach § 27 BEEG zu verschieben.
Danach ergibt sich beim Kinderkrankengeld für das Jahr 2022 zumindest bis September folgende Situation. Die Sonderregelungen insgesamt treten zum 1. Januar 2023 wieder außer Kraft.
• Der Anspruch auf Kinderkrankengeld besteht für gesetzlich versicherte Berufstätige für das Kalenderjahr 2022 für längstens 30 Arbeitstage pro Kind.
• Für alleinerziehende gesetzlich versicherte Berufstätige beträgt der Anspruch längstens 60 Arbeitstage pro Kind.
• Die maximale Bezugsdauer beträgt 65 Arbeitstage, bei Alleinerziehenden 130 Arbeitstage.
• Weiterhin gilt der Anspruch auch für die Fälle, in denen das Kind nicht krank ist, sondern eine Betreuung zu Hause erforderlich ist, weil die Schule oder der Kindergarten bzw. die Klasse oder die Gruppe pandemiebedingt geschlossen ist oder deren Betreten, auch auf Grund einer Absonderung, untersagt wird oder die Präsenzpflicht in der Schule ausgesetzt bzw. der Zugang zum Betreuungsangebot ausgesetzt ist. Dieser ist auf Betreuungsausfälle bis 23. September 2022 beschränkt.