Ab dem 1. September 2020 beziehungsweise 1. Januar 2021 treten für die Erstzulassung bestimmter Kraftfahrzeuge strengere Abgasvorschriften in Kraft. Folgende leichte Personenkraftwagen/Nutzfahrzeuge können nach diesen Terminen grundsätzlich nicht mehr für den Straßenverkehr zugelassen werden:

Anhand der mit dem Neufahrzeug gelieferten EWG-Übereinstimmungsbescheinigung (COC-Dokument) kann ein Abgleich mit den Angaben aus der vorgenannten Tabelle bezüglich der Zulassungsbeschränkung bestimmter Kraftfahrzeuge erfolgen. In dem COC-Dokument sind die entsprechenden Hinweise, z. B. unter der Nr. 47, Nr. 48 beziehungsweise Nr. 52, beispielhaft zu finden.
Wenn Kfz-Betriebe noch Neufahrzeuge (leichte Personenkraftwagen/Nutzfahrzeuge der Fahrzeugklassen M1, M2, N1 und N2) im Bestand haben, in deren EWG-Übereinstimmungsbescheinigung (COC-Dokument) eine der vorgenannten Angaben aufgeführt ist und die vor dem 1. September 2020 beziehungsweise 1. Januar 2021 nicht mehr zugelassen werden können, sollten sich die entsprechenden Betriebe umgehend mit ihrem Fahrzeughersteller/-importeur in Verbindung setzen.
Dieser kann dann einen Ausnahmeantrag entsprechend dem „Merkblatt über Ausnahmegenehmigungen für auslaufende Serien und Lagerfahrzeuge (MAS)“ beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) stellen, damit diese Kraftfahrzeuge auch nach diesen vorgenannten Terminen noch zugelassen werden können.
Zusammenfassend bedeutet diese Regelung für den Fahrzeughandel, dass unabhängig von diesen Stichtagen – wie bereits in der Vergangenheit praktiziert – nicht abgesetzte Lagerfahrzeuge (Pkw, Nutzfahrzeuge) über eine vom Fahrzeughersteller/-importeur beantragte Ausnahmegenehmigung für den Straßenverkehr zugelassen werden können.
(053-10/Bernd Schalud)