Social Media sind aus der Werbung nicht mehr wegzudenken. Viele Unternehmen unterhalten auch Fanpages auf Facebook, die natürlich auch von vielen Bildern leben. Vorsicht ist geboten, wenn Bilder von Personen dort veröffentlicht werden, die beispielsweise auf Veranstaltungen eines Autohauses gemacht wurden. Wenn keine Rechtsgrundlage aus der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) eine Bildveröffentlichung von Personen erlaubt (was grundsätzlich zunächst einmal nicht der Fall ist), sollte generell eine Erlaubnis der Abgebildeten vor der Veröffentlichung eingeholt werden. Dies lässt sich einem aktuellen Beschluss des Oberverwaltungsgerichts (OVG, Az.: 11 LA 16/20) Lüneburg entnehmen.
Fazit:
1. Die Veröffentlichung eines Fotos im Internet (und anderen sozialen Medien, z.B. Fanpage bei Facebook), auf dem Personen identifizierbar sind, stellt eine Verarbeitung personenbezogener Daten dar, die einer Legitimation nach datenschutzrechtlichen Vorschriften bedarf.
2. Sinnvollerweise sollte zur Sicherheit generell eine Einwilligung der Betroffenen eingeholt werden.
3. Bei einem im Internet oder in sonstigen sozialen Medien (beispielsweise auf einer Fanpage bei Facebook) veröffentlichten Foto, auf dem Personen identifizierbar sind, die in die Veröffentlichung nicht eingewilligt haben, ist im Rahmen der Interessenabwägung nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO zugunsten der betroffenen Personen u.a. zu berücksichtigen, dass eine solche Veröffentlichung aufgrund bestehender Missbrauchsmöglichkeiten sowie aufgrund der großen Reichweite derartiger Netzwerke mit erheblichen Risiken verbunden ist.
4. In diesen Fällen, in denen eine Einwilligung der abgebildeten Personen nicht vorliegt, ist möglichst eine Verpixelung der Personen vorzunehmen (d.h. eine Datenverarbeitung durch Veröffentlichung anonymisierter Daten (sic!)).