Das Frühjahrsgutachten zur Analyse und Prognose der wirtschaftlichen Lage in Deutschland wurde von der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, der zahlreiche Wirtschaftsforschungsinstitute angehören, vorgelegt.
Die Wirtschaftsexperten gehen davon aus, dass der derzeitige Lockdown fortgesetzt wird und dabei auch die zuletzt erfolgten Lockerungen wieder weitgehend zurückgenommen werden. Lockerungsschritte seien erst ab Mitte des zweiten Quartals zu erwarten, eine Aufhebung der Beschränkungen erst zum Ende des dritten Quartals. Eine starke Ausweitung der Wirtschaftstätigkeit solle erst im Sommerhalbjahr zu sehen sein. „Im Jahresdurchschnitt ist für das Jahr 2021 ein Anstieg der Erwerbstätigkeit um 26.000 Personen zu erwarten.“ Im Jahr 2022 dürfte der Anstieg sogar bei 539.000 Personen liegen, wobei das Vorkrisenniveau im ersten Halbjahr erreicht werden soll.
In der Pressemitteilung wird erklärt, dass die weitere Entwicklung der Pandemie das bedeutendste Abwärtsrisiko für die Prognose sei. So äußern die Ersteller der Gemeinschaftsdiagnose, dass Verzögerungen im Impfplan oder das Auftreten neuer Mutationen des Virus, welche die Wirksamkeit der Impfstoffe reduzieren können, dazu führen, dass der Öffnungsprozess möglicherweise gestoppt werden müsste und damit die wirtschaftliche Erholung abermals zurückgeworfen würde.
Die Langfassung der abgegebenen Gemeinschaftsdiagnose kann unter dem nachfolgenden Link abgerufen werden: https://gemeinschaftsdiagnose.de/wp-content/uploads/2021/04/GDF2021_Druckfahne_Gesamtdokument_V2.2.pdf