Die Landesregierung plant, Unternehmen und deren Betriebsärzte in die Impfkampagne miteinzubeziehen. Außerdem sollen kurzfristig mehrere Modellprojekte zum Sammeln von Erfahrungen in der Wirtschaft starten. Das Handwerk mit seinen rund 800.000 Beschäftigten im Land erwarte, in die Planungen einbezogen zu werden, so der Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstags (BWHT), Rainer Reichhold. Im Kfz-Gewerbe stehen mehrere Innungen und auch größere Handelsgruppen bereit, sich beim Impfen einzubringen.
„Der Mittelstand darf nicht außen vor bleiben. Selbstverständlich erkennen wir an, dass die Koordinierung der Impfkampagne eine höchst komplexe und dynamische Herausforderung ist. Wir erwarten aber, dass das Handwerk in die Modellprojekte miteinbezogen wird. Denn das gemeinsame Ziel muss ja heißen, möglichst schnell möglichst viele Menschen zu erreichen, sobald genügend Impfstoff vorhanden ist“, mahnt Reichhold an.
Gerade im Handwerk habe ein großer Teil der rund 800.000 Beschäftigten regelmäßigen Kundenkontakt. Gleichzeitig hätten aber gerade die kleineren Betriebe keine vergleichbaren betriebsärztlichen Strukturen wie große Konzerne, so der Landeshandwerkspräsident. Das dürfe nicht zu einer Benachteiligung führen. „Denn auch für das Handwerk gibt es durchaus Möglichkeiten einer gewissen Zentralisierung, beispielsweise über den arbeitsmedizinischen Dienst. Wir erarbeiten dazu mit unseren Partnern in Kammern und Verbänden bereits Konzepte und freuen uns, wenn wir damit unterstützen können.“