Verbrennungsmotoren garantieren einen großen Teil der Werkstattdurchgänge. Mit den von der Politik derzeit favorisierten und sich vermehrenden E-Antrieben wird dieser Anteil sukzessive sinken. Allerdings wird das Kfz-Gewerbe noch längere Zeit den Bestand an Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren warten und reparieren. Die außerdem betroffenen Tankstellenbetriebe müssen Treibstoff zur Verfügung stellen. Damit der Verbrennerbestand in Bezug auf die CO2-Emissionen konkurrenzfähiger wird, tritt unser technologieoffen eingestelltes Kraftfahrzeuggewerbe für die Verwendung synthetischer Kraftstoffe ein – Verbrenner und E-Autos sollen sich ergänzen, nicht verdrängen. Das Kraftfahrzeuggewerbe hat dies der Politik gegenüber mehrfach zum Ausdruck gebracht, weswegen das Thema dort aktiv diskutiert und bewertet wird. Gerade die baden-württembergische Landesregierung setzt stark auf reFuels, um die Bestandsflotte klimafreundlicher zu machen.
Im Rahmen eines Forschungsprogramms zum Thema Energiewende im Verkehr (gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) untersucht das Arbeitsfeld Umweltpsychologie am Institut für Zukunftsenergie- und Stoffstromsysteme (IZES gGmbH, Saarbrücken) nun die Einstellungen unterschiedlicher Akteursgruppen zu synthetischen Kraftstoffen (E-Fuels). Dabei soll auch die Meinung der Autohäuser und Kfz-Betriebe berücksichtigt werden. Die Befragungsergebnisse sollen dabei helfen, die gesellschaftlichen Voraussetzungen für eine mögliche Markteinführung synthetischer Kraftstoffe abzuschätzen und die diesbezüglichen Bedürfnisse und Erwartungen des Kfz-Gewerbes kennenzulernen.
Mit einem kurzen Fragebogen möchte die IZES gGmbH Ihre Erfahrungen und Einstellungen zu alternativen Kraftstoffen und Fahrzeugantrieben ermitteln. Der Fragebogen kann innerhalb von etwa fünf bis zehn Minuten online und anonym ausgefüllt werden.
Der Fragebogen ist über folgenden Link bis Ende Mai abrufbar: https://www.soscisurvey.de/Beniver/?q=Kfz3