Wie in Monatsdienst 01/2022 berichtet, hat sich unser Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) Ende 2021 mit einem Schreiben an das Bundesfinanzministerium (BMF) gerichtet. Darin wurden im Zusammenhang mit der Berechnung des geldwerten Vorteils für Elektrofahrzeuge mit bestimmten technischen Eigenschaften (Mindestreichweite, CO2-Ausstoß) gegenüber der obersten Steuerbehörde Unklarheiten kritisiert, die mit dem Auslaufen der Erleichterungen zum Stichtag des 31. Dezember 2021 in Zusammenhang stehen.
Bei der Berechnung des Listenpreises für den geldwerten Vorteil (1 Prozent-Regel) ist nach Auffassung des ZDK nicht eindeutig, wie im Rahmen des Auslaufens der Steuererleichterung zum Ende des Jahres 2021 die gesetzliche Formulierung „Anschaffung der Fahrzeuge zum 31. Dezember 2021“ zu verstehen war.
Unter dieser Formulierung kann man neben der Auslieferung des Fahrzeugs an den Kunden sicherlich auch den Kaufvertragsabschluss verstehen. Dies wäre eine bürgerfreundliche Auslegung, da aktuell viele Fahrzeuge aufgrund der Halbleiterkrise und des Ukrainekriegs lange Lieferzeiten haben.
Stellt man dagegen auf die Auslieferung des Fahrzeugs zum vorgenannten Stichtag ab, dann können Steuerpflichtige bei der privaten Nutzungsversteuerung von Elektrofahrzeugen den steuerlich vorteilhaften Bruchteilsansatz des Listenpreises (½ oder ¼) dann nicht mehr in Anspruch nehmen, wenn die betroffenen Fahrzeuge erst im Jahr 2023ausgeliefert wurden.
Nunmehr hat das BMF dem ZDK mit Schreiben vom 10. März 2022 geantwortet und im Ergebnis leider seine bisherige Sichtweise bestätigt. Danach musste dem Kunden das Elektrofahrzeug schon bis zum Stichtag des 31. Dezember 2021 ausgeliefert worden sein, um die steuerliche Begünstigung des Bruchteilsansatzes beim Listenpreis in Anspruch nehmen zu können. Die Antwort des BMF wird im Übrigen auch in näherer Zukunft noch einmal relevant. Dann auch in den kommenden Jahren steht beim Bruchteilsansatz des Listenpreises eine erneute Anhebung der elektrischen Mindestreichweite der Elektrofahrzeuge an.

Stellt man dagegen auf die Auslieferung des Fahrzeugs zum vorgenannten Stichtag ab, dann können Steuerpflichtige bei der privaten Nutzungsversteuerung von Elektrofahrzeugen den steuerlich vorteilhaften Bruchteilsansatz des Listenpreises (½ oder ¼) dann nicht mehr in Anspruch nehmen, wenn die betroffenen Fahrzeuge erst im Jahr 2022 ausgeliefert wurden.
Nunmehr hat das BMF dem ZDK mit Schreiben vom 10. März 2022 geantwortet und im Ergebnis leider seine bisherige Sichtweise bestätigt. Danach musste dem Kunden das Elektrofahrzeug schon bis zum Stichtag des 31. Dezember 2021 ausgeliefert worden sein, um die steuerliche Begünstigung des Bruchteilsansatzes beim Listenpreis in Anspruch nehmen zu können. Die Antwort des BMF wird im Übrigen auch in näherer Zukunft noch einmal relevant. Dann auch in den kommenden Jahren steht beim Bruchteilsansatz des Listenpreises eine erneute Anhebung der elektrischen Mindestreichweite der Elektrofahrzeuge an.