Zum Erreichen der europäischen Klimaschutzziele erhält unter anderem die stärkere Beimischung alternativer Kraftstoffe – insbesondere im aktuellen Fahrzeugbestand – für das Kfz-Gewerbe eine zentrale Bedeutung. In diesem Zusammenhang hat sich das Kfz-Gewerbe an folgenden Initiativen beteiligt: 1. Gemeinsamer Brief von 13 Verbänden an verschiedene Bundes- und Landesministerien sowie an einige Bundestagsausschüsse zur Weiterentwicklung der Treibhausgas-Minderungsquote. Über diesen Brief haben wir ausführlich in unserem Monatsdienst 02/2021 informiert. 2. Gemeinsamer Brief an die Europäische Kommission zur Aufnahme eines freiwilligen Anrechnungssystems für nachhaltige erneuerbare Kraftstoffe in den CO2-Vorschriften für Fahrzeuge. Gemeinsam mit 223 Verbänden, Unternehmen und Wissenschaftlern hat sich das Kfz-Gewerbe für ein freiwilliges Anrechnungssystem für nachhaltige, erneuerbare Kraftstoffe (E-Fuels) in den CO2-Vorschriften für Fahrzeuge positioniert. Denn mit E-Fuels als weiterer Pfad zur Reduzierung der CO2-Emissionen der EU-Fahrzeugflotte können die Klimaschutzziele in der Europäischen Union schneller und mit größerer Sicherheit erreicht werden. Hinweis: Das Kfz-Gewerbe hatte sich auch an der in diesem Brief erwähnten öffentlichen Konsultation „Überarbeitung der CO2-Emissionsnormen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge“ beteiligt und gefordert, dass Kraftfahrzeuge, die mit nicht-fossilen, CO2-neutralen oder -schonenden Kraftstoffen betrieben werden, identisch wie Elektrofahrzeuge gefördert werden müssen, damit „eine schnellstmögliche“ Reduzierung der CO2-Emissionen und eine langfristige Klimaneutralität realisiert werden kann. 3. Gemeinsames Positionspapier für eine reale, ambitionierte Mindestquote von fünf Prozent für Wasserstoff und E-Fuels in der Weiterentwicklung der Treibhausgas-Minderungsquote. Das Kfz-Gewerbe hat sich gemeinsam mit anderen Verbänden (u. a. ADAC, VDA, VDIK) für eine reale Mindestquote von fünf Prozent für Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe (E-Fuels) in allen Anwendungen im Verkehrssektor bis 2030 ausgesprochen. In dem gemeinsamen Positionspapier wird u. a. die Forderung gestellt, diese Mindestquote nicht ausschließlich für die Luftfahrt zu verwenden. Da bei der Produktion von E-Fuels Koppelprodukte entstehen, die nicht in der Luftfahrt eingesetzt werden können, sei es sinnvoller, eine reale Mindestquote von fünf Prozent für Wasserstoff und E-Fuels in allen Sektoren (z. B. Straßenverkehr) aufzunehmen. Hinweis: Das Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgas-Minderungsquote überführt die EU-Richtlinie für Erneuerbare-Energien (Renewable Energies Directive – RED II) 2009/28/EG in deutsches Recht. Nach dem Bundestagsbeschluss vom 20. Mai 2021 muss das Gesetz noch den Bundesrat passieren, bevor es in Kraft treten kann.) Auf www.kfz-bw.de unter Mitglieder / Unser Service für Mitglieder / Downloads / Monatsdienst können der unter 2. genannte gemeinsame Brief an die Europäische Kommission in einer unautorisierten Übersetzung und das unter 3. genannte gemeinsame Positionspapier heruntergeladen werden.