Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat in einer Studie untersucht, welche Kundengruppen sich vorrangig für den Kauf eines Elektroautos entscheiden. Dabei wurde auch beleuchtet, welche Haushalte derzeit Elektroautos bereits nutzen und welche Aspekte eine stärkere Nutzung verhindern. Daneben ermöglicht die haushaltsrepräsentative Befragung Einblicke in das aktuelle Nutzerverhalten und beschreibt beispielsweise, auf welche Orte die Ladevorgänge entfallen und welche Fahrten durch das Elektroauto verdrängt werden.
Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass aktuell vor allem gutverdienende Haushalte, und hier insbesondere Eigenheimbesitzer in ländlichen Regionen, zu den Nutzern von Elektroautos gehören. Künftig sollte Elektromobilität im Rahmen eines ausgewogenen Technologiemixes jedoch in allen gesellschaftlichen Gruppen als eine attraktive Alternative etabliert werden. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei die Wirtschaftlichkeit von Elektroautos. Daneben gilt es, eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur aufzubauen, um eine alltagstaugliche Nutzung von Elektroautos zu ermöglichen. Hierbei sind auch die Bereiche zu betrachten, in denen eine Umsetzung mit besonderen Herausforderungen verbunden ist, wie etwa im Fall von Mehrfamilienhäusern. Des Weiteren können Elektroautos durch zeitversetztes netzdienliches Laden einen wichtigen Beitrag zur optimalen Einbindung erneuerbarer Energien und somit zum Klimaschutz leisten – immer vorausgesetzt, der Energiemix wird in den kommenden Jahren schrittweise „grüner“. Laut der vorliegenden Studie sind viele Haushalte, insbesondere im Zusammenspiel mit finanziellen Anreizen, zur Nutzung von E-Antrieben grundsätzlich bereit. Hier gilt es, die technische und rechtliche Umsetzung zu ermöglichen. Die vollständige Studie steht im Internet unter www.kfw.de zur Verfügung.