Vor dem Hintergrund der noch andauernden COVID-19-Pandemie wurden die bestehenden Sonderregelungen zur Pflegezeit und zur Familienpflegezeit ein weiteres Mal verlängert – i.d.R. bis zum 31. Dezember 2021. Zu nennen sind dabei insbesondere folgende Regelungen:
• Das Recht, der Arbeit zur Bewältigung einer Corona bedingten akuten Pflegesituation bis zu 20 Arbeitstage fernzubleiben, bleibt bis zum 31. Dezember 2021 bestehen.
• Pflegeunterstützungsgeld kann bei Corona bedingten Versorgungs- oder Organisationsengpässen bis zum 31. Dezember 2021 unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls für bis zu 20 Arbeitstage in Anspruch genommen werden.
• Für eine Familienpflegezeit, die spätestens am 1. Dezember 2021 beginnt, gilt eine Ankündigungsfrist von zehn Arbeitstagen statt acht Wochen, § 16 Abs. 2 Familienpflegezeitgesetz (FPflZG).
• Das unmittelbare Anschlussgebot zwischen Pflege- und Familienpflegezeit (und umgekehrt) wird unter bestimmten Voraussetzungen ausgesetzt.
• Restzeiten einer beendeten Pflege- oder Familienpflegezeit können zeitlich unbegrenzt einmalig für denselben Angehörigen geltend gemacht werden, wenn die beendete Pflegefreistellung auf der Grundlage der „COVID-19-Sonderregelungen“ erfolgte, § 4a Pflegezeitgesetz (PflegeZG), § 2b FPfZG.