Zuletzt hatte sich das Kfz-Gewerbe in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Scheuer gewandt und sich für eine Aufstockung des KfW-Förderprogramm 440 – umgangssprachlich die Wallbox-Förderung – eingesetzt. Zwischenzeitlich ist bekannt geworden, dass das Programm um weitere 300 Millionen Euro aufgestockt worden ist. Die bisherigen Mittel von 500 Millionen Euro waren bereits aufgebraucht. Laut Bundesverkehrsminister Scheuer sind bereits Anträge für 620.000 private Ladepunkte eingegangen, was bei 900 Euro Förderung je Ladepunkt einer Summe von 558 Millionen Euro entspricht. Mit dem Gesamtbudget von 800 Millionen Euro können nunmehr 888.888 Ladepunkte gefördert werden.
Die KfW-Förderung 440 war im November 2020 gestartet – mit einem Budget von damals 200 Millionen Euro. In der Folge wurde das Budget wegen der anhaltend hohen Nachfrage mehrmals aufgestockt, jeweils bevor die zugesagte Summe ausgeschöpft war. Im Juni 2021 aber waren die bis dahin bewilligten 500 Millionen Euro vergeben – ohne, dass eine Erhöhung beschlossen war. Aus diesem Grunde hatte sich das Kfz-Gewerbe an das Bundesverkehrsministerium gewandt, damit der Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur nicht ins Stocken gerät.
Wichtig für die privaten Antragsteller ist allerdings, dass der Antrag für das Programm „Zuschuss 440“ bei der KfW vor dem Kauf der Wallbox gestellt wird und die Wallbox auf der Liste der förderfähigen Modelle bei der KfW zu finden ist. Im Rahmen des vom Bundesverkehrsministerium aufgesetzten Programms werden steuerbare 11-kW-Wallboxen mit den genannten 900 Euro pauschal gefördert, sofern diese mit Ökostrom betrieben werden. Zwar ist es möglich, eine Ladestation mit mehr als 11-kW anzuschaffen, jedoch muss diese auf 11-kW gedrosselt werden.