Sommerzeit ist Reisezeit. Fast eineinhalb Jahren nach Beginn der Corona-Pandemie steigt das Interesse nicht nur der Beschäftigten nach einer Auszeit in beliebten ausländischen Urlaubsregionen. Angesichts aufkommender Corona-Mutanten und variierender Corona-Inzidenzen kann das Urlaubsziel des Beschäftigten seitens der zuständigen Behörden schnell zum Risiko- oder sogar zum Virusvariantengebiet erklärt werden.
Seit dem 28. Juli 2021 ist die Zweite Verordnung zur Änderung der Coronavirus-Einreiseverordnung (CoronaEinreiseV) in Kraft. Diese nimmt Anpassungen der geltenden Quarantäneregelungen bei der Einreise nach Deutschland vor und gilt bis zum 10. September 2021. Vor allem erleichternde Vorgaben im Falle einer Absonderung bei der Rückkehr aus einem Virusvariantengebiet wurden normiert. Wird ein Virusvariantengebiet nach der Einreise und während der 14-tägigen Quarantäne zum Hochinzidenzgebiet oder als sonstiges Risikogebiet gestuft, gelten die Regelungen für Hochinzidenzgebiete. Das bedeutet, dass eine Freitestungsmöglichkeit ab dem fünften Tag bzw. keine Quarantäneverpflichtung für vollständig Geimpfte und Genesene besteht. Diese Erleichterungen gelten nur für Personen, die mit einem Impfstoff geimpft sind, für den das Robert Koch-Institut festgestellt und auf seiner Internetseite bekannt gemacht hat, dass dieser Impfstoff gegen die Virusvariante hinreichend wirksam ist. Die Quarantäneverpflichtung endet zudem zukünftig vor Ablauf der vorgesehenen Dauer, wenn das betroffene Gebiet nicht mehr als Risikogebiet eingestuft wird.
Im Übrigen sind die Beschlüsse der für den 10. August 2021 angesetzten Ministerpräsidentenkonferenz abzuwarten.
Welche arbeitsrechtlichen Fragen sich für den Arbeitgeber vor allem im Zusammenhang mit der Reiserückkehr von Arbeitnehmern ergeben, wurde in dem neuen UDH-Merkblatt „Corona: Umgang mit Quarantänevorschriften“ (Stand 28. Juli 2021) überblicksartig zusammengestellt. Dieses kann auf www.kfz-bw.de unter Mitglieder / Unser Service für Mitglieder / Downloads / Monatsdienst heruntergeladen werden.