Mit der am 1. Juli 2022 in Kraft getreten Kurzarbeitergeldzugangsverordnung (KugZuV) werden kurzfristig die erleichterten Zugangsbedingungen zum Kurzarbeitergeld (KUG) vor dem Hintergrund der andauernden Krisen (Ukraine-Krieg und der Corona-Pandemie) erneut verlängert – diesmal bis zum 30. September 2022.
Damit gelten folgende verringerte Mindesterfordernisse zum KUG nun bis 30. September 2022:
• Nur zehn Prozent der Beschäftigten und lediglich mehr als zehn Prozent Arbeitsausfall
• Verzicht auf den Aufbau von Minusstunden
Allerdings sind alle anderen pandemiebedingten Sonderregelungen zum KUG ausgelaufen. So kann Kurzarbeitergeld grundsätzlich nur noch bis zu zwölf Monate bezogen werden. Auch wird künftig wieder der Zuverdienst aus einem seit Beginn der Kurzarbeit neu aufgenommen Minijob auf das KUG angerechnet. Nicht verlängert wurden zudem die Einbeziehung der Zeitarbeit in die Kurzarbeit und die Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge. Für die ausgefallenen Arbeitsstunden können Letztere aber bis maximal Juli 2023 noch zur Hälfte erstattet werden, wenn die Kurzarbeit mit einer beruflichen, gewisse Voraussetzungen erfüllenden Weiterbildung verbunden wird.
(221-40/Julia Cabanis)