Für die beiden Förderprogramme zur Nachrüstung von leichten Handwerker- und Lieferfahrzeugen („LHLF“ 2,8 bis zu 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht, zGG) und von schweren Handwerker- und Lieferfahrzeugen („SHLF“ 3,5 bis zu 7,5 Tonnen zGG) wurde der vierte Förderaufruf veröffentlicht. Das Förderprogramm ermöglicht einen Zuschuss von bis zu 80 Prozent für Unternehmen, die SCR-Systeme zur Stickstoffreduzierung in Dieselfahrzeugen nachrüsten wollen. Seit November 2019 sind bei der Förderung Erhöhungen der maximalen Fördersummen in Kraft getreten (für „LHLF“ von 3.000 Euro auf 3.600 Euro der System- und Einbaukosten und für „SHLF“ von 4.000 Euro auf 4.800 Euro). Beide Förderaufrufe können unter Aufruf LHLF und Aufruf SHLF abgerufen werden.
Interessierte Unternehmen, die zur Senkung des Stickoxidausstoßes beitragen wollen bzw. ihr Nutzfahrzeug vor bestehenden oder zukünftigen Fahrverboten sichern wollen, sollten rechtzeitig Fördermittel beantragen. Gewerblich genutzte Handwerker- und Lieferfahrzeuge müssen als Voraussetzung der Förderfähigkeit überwiegend entweder in einer der im Anhang II der Förderrichtlinie oder in einer der in den Folgejahren vom Umweltbundesamt zu den NO2-Grenzwertüberschreitungen veröffentlichten Listen genannten Kommunen oder anliegenden Landkreisen eingesetzt werden.
Die Einreichung eines Förderantrages bei der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) reicht aus, um die Mittel zu binden. Es muss zum Zeitpunkt der Beantragung noch kein Nachrüstsatz für das jeweilige Fahrzeug beim Kraftfahrtbundesamt zugelassen oder in Werkstätten verfügbar sein. Die Antragsstellung erfolgt wie bisher über das Easy-Online-Portal der BAV. Die BAV bietet eine Hotline unter der Tel. 0 49 41/6 02-7 88 sowie eine Service-E-Mail an (Diesel-HWNR@bav.bund.de).
Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Thema:
– Seiten der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen zu den beiden Förderprogrammen
– Themenseite des ZDH
Neue Zulassungen (Allgemeine Betriebserlaubnisse – ABE) für Nachrüstsätze:
Bis September 2020 wurden durch das Kraftfahrtbundesamt (KBA) weitere ABE für Nachrüstsätze für Nutzfahrzeuge und Pkw erteilt:
– Es liegen mittlerweile sechs („Sammel-„) ABE für verschiedene Nutzfahrzeugtypen vor (u.a. Daimler, VW, Fiat, Ford Citroen, Nissan, IVECO, Opel, Peugeot, Renault, Toyota, Mitsubishi und Rover).
– Auch im PKW-Bereich wurden 2020 weitere ABE erteilt.
Hinweis: Als Pkw zugelassene Fahrzeuge werden nicht mit dem oben genannten BAV-Programm gefördert.
(065-07/Roland Blind)