Seit den letzten Jahren müssen Prüfmittel, die im Rahmen der hoheitlichen Tätigkeiten (HU, AU/AUK, SP, etc.) verwendet werden, zusätzlich zur Eichung/Stückprüfung, auch kalibriert werden. Die Kalibrierung darf nur durch ein akkreditiertes Kalibrierlabor durchgeführt werden, welches das Logo der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) verwenden darf.
Die geforderte DAkkS-Kalibrierung ist nicht zu verwechseln mit anderen Kalibrierungen! Beispielsweise wurde früher bei AU-Geräten die Prüfgasjustage ebenfalls als Kalibrierung bezeichnet. Diese Prüfgasjustage konnten die Betriebe selbstständig durchführen. Die geforderte DAkkS-Kalibrierung kann nicht selbst durchgeführt werden. Sie muss zwingend durch ein akkreditiertes Kalibrierlabor durchgeführt werden.
Ebenso muss darauf geachtet werden, dass es sich um ein Kalibrierlabor handelt. Die Kalibrierung darf nicht durch ein Prüflabor durchgeführt werden. Die Unterscheidung kann anhand dem DAkkS-Logo, im speziellen anhand der im DAkkS-Logo angegebenen Akkreditierungsnummer (D-K-20800-01-00), erkannt werden. Die Akkreditierungsnummer muss zwingend mit einem „D-K“ beginnen, damit die Kalibrierung zulässig ist. Eine Kalibrierung durch ein akkreditiertes Prüflabor, Akkreditierungsnummer beginnend mit einem PL, kann nicht im Rahmen der hoheitlichen Tätigkeiten verwendet werden.
Betriebe sollten darauf achten, dass eine DAkkS-Kalibrierung durch ein akkreditiertes Kalibrierlabor mit einer D-K-Akkreditierungsnummer und mit einer Konformitätsaussage in Auftrag gegeben wird.
(053-30/Bernd Schalud)