Handwerk BW erwartet nach der Landtagswahl von Grünen und CDU eine zügige Regierungsbildung. „Die neue Zweidrittelmehrheit bietet keinen Anlass zum Zurücklehnen und ist auch keine Bestätigung, dass alles Bisherige gut war“, so Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold: Eine grün-schwarze Großkoalition bringe mehr Verantwortung denn je fürs Land. Sie sei ein Auftrag, ohne Überheblichkeit endlich wirksam an die Probleme heranzugehen. Die neue Regierung müsse ein Baden-Württemberg ohne Bremsklötze schaffen.
Die Herausforderungen unserer Zeit duldeten keinen Aufschub, so der Präsident von Handwerk BW, und weiter: „Alle sagen immer: Die Politik hat kein Erkenntnisproblem. Jetzt gilt es zu beweisen, dass sie auch kein Umsetzungsproblem mehr hat. Baden-Württemberg muss es besser machen als Berlin nach der letzten Bundestagswahl, wo wir bis heute auf spürbare Impulse für die Wirtschaft warten.“
„Wenn sowohl Grüne wie auch CDU im Wahlkampf versprachen, die Wirtschaft stünde zuoberst auf der Agenda, dann wollen wir jetzt schnell Maßnahmen sehen, die den Standort stärken“, so Reichhold. Beide Parteien hätten auch dem Handwerk deckungsgleiche Zusagen gemacht, beim Abbau der Bürokratie, beim Ausbau der Berufsorientierung, der Unterstützung der beruflichen Bildung und der Bildungsstätten, nicht zuletzt bei der Verdoppelung der Meisterprämie: „Dieser Einigkeit in den Wahlversprechen muss jetzt zeitnah die Umsetzung folgen.“ Die rund 140.000 Handwerksbetriebe mit etwa 800.000 Beschäftigten in Baden-Württemberg dürsteten nach Verlässlichkeit und Zuversicht.