Trotz aller schlechten Nachrichten rund um die wirtschaftliche Entwicklung in Baden-Württemberg zeigte sich der handwerkliche Arbeitsmarkt im zweiten Quartal unverändert krisenfest. Fachkräfte sind weiter stark gesucht. Die Arbeitslosigkeit im Handwerk lag im Juni bei 2,1 Prozent (Vorjahresquartal 2,0). In der Gesamtwirtschaft stieg sie ebenso um 0,1 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent. Im längerfristigen Vergleich geht leicht eine Schere zwischen dem Handwerk und der Gesamtwirtschaft auf – zu Gunsten des Handwerks. Ähnliches galt für die offenen Stellen: Während insgesamt die offenen Stellen zurückgingen, gab es im Handwerk im Jahresvergleich mehr offene Stellen. Fast jede fünfte offene Stelle war eine handwerkliche. Auf jede offene Stelle kamen im Handwerk knapp zwei Arbeitssuchende. Die Vakanzzeiten gingen über das gesamte Handwerk hinweg im Jahresvergleich von 211 auf 199 zurück. In den Berufen des Bau- und Ausbauhandwerks stiegen sie jedoch an. Zudem warteten Handwerksbetriebe im Vergleich zur gesamten Wirtschaft immer noch rund zwei Monate länger auf ein neues Teammitglied.