Die Debatte um eine Reform der Erbschaftsteuer nimmt an Fahrt auf. Die mündlichen Verhandlungen zu zwei anhängigen Verfahren zum Erbschaftsteuergesetz beim Bundesverfassungsgericht sind für Mitte Oktober 2026 terminiert. Eine verfassungsgerichtliche Neubewertung der Verschonungsregelungen für Betriebsvermögen rückt damit in greifbare Nähe – mit potenziell erheblichen Folgen für Betriebsübergaben im Handwerk.
Um auf mögliche Reformen infolge eines Urteils vorbereitet zu sein und die Interessen des Handwerks faktenbasiert vertreten zu können, plant der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) im Zeitraum vom 16. Oktober bis 8. Dezember 2026 eine Betriebsumfrage. Ziel ist es, ein realistisches Bild von Aufbau, wirtschaftlicher Struktur und Nachfolgeplanung der Handwerksbetriebe zu gewinnen. Die Umfrage ist Teil eines Projektes des Deutschen Handwerksinstituts (DHI), die Ergebnisse werden daher wissenschaftlich aufbereitet.
Der Teilnahmelink und weitere Details folgen zu Beginn des Befragungszeitraums. Eine hohe Teilnahmequote ist entscheidend, damit der ZDH die Auswirkungen möglicher Reformen für das Handwerk belastbar darstellen und die Interessen der Betriebe in der politischen Debatte optimal vertreten kann.
Das ZDH-Hintergrundpapier fasst die Hintergründe zum Verfahren und die laufenden politischen Reformüberlegungen zusammen. Das Hintergrundpapier kann unter www.kfz-bw.de/monatsdienst heruntergeladen werden.