Am 5. November hat die Kommission ihre vierteljährliche Wirtschaftsprognose veröffentlicht. Darin analysiert sie konjunkturelle Trends in den Mitgliedstaaten und der EU insgesamt. Für Deutschland wird dieses Jahr ein BIP-Wachstum von -5,6 Prozent erwartet, mit einer Erholung in 2021 um 3,5 Prozent. Die EU-Wirtschaft soll 2020 um 7,4 Prozent schrumpfen, um in 2021 dann wieder 4,1 Prozent zuzulegen.
Auch private und öffentliche Investitionen, Konsumnachfrage sowie Exporte erholen sich jeweils nur langsam vom Schock des ersten Halbjahres 2020. Entsprechend niedrig ist die Inflationsrate in der EU, die vor allem durch sinkende Energie-, Dienstleistungs- und Industriepreise geschwächt wurde. Für 2020 werden 0,3 Prozent erwartet, für 2021 und 2022 jeweils 1,1 Prozent und 1,3 Prozent.
Der Beschäftigungseinbruch konnte bisher durch verschiedenste Arbeitsmarktmaßnahmen wie Kurzarbeitergeld abgeschwächt werden. Letztere kosten die öffentlichen Haushalte jedoch zusammen mit allen anderen Covid-Maßnahmen viel Geld. Im Euroraum steigt die Schuldenquote dieses Jahr auf 102 Prozent und soll auch in den nächsten Jahren weiter steigen, obwohl Covid-Maßnahmen vermutlich langsam wieder zurückgefahren werden.
Die gesamte Herbst-Prognose der EU-Kommission finden Sie unter www.ec.europa.eu.
(173-00/Carsten Beuß)