Grundsätzlich sind Kaufprämien kritisch zu bewerten. Wenn die Politik Elektromobilität aber fördern will, muss man es wenigstens richtig machen. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) begrüßt deshalb, dass die Regierungskoalition nun konkrete Schritte beschlossen hat. Der ZDK ist dabei erleichtert darüber, dass die Förderung vor allem auch bei der Mittelschicht mit einem Bruttohaushaltseinkommen bis 80.000 Euro ankommen soll. Damit orientiert sich der Koalitionsbeschluss maßgeblich an der Mobilitätsprämie „Generation Zukunft“ des ZDK.
Der ZDK sieht darin einen wichtigen Impuls für den privaten E-Fahrzeugmarkt und schlägt darüber hinaus eine praxisnahe Unterstützung durch Ladegutscheine vor – hälftig finanziert von Staat und Energieversorgern. Diese sollen für Gebrauchtwagen gelten und gezielt preissensible Käuferinnen und Käufer erreichen. Begleitend hat der Verband seine Empfehlungen für den Markthochlauf der E-Mobilität in einem 6-Punkte-Plan zusammengefasst.
Der ZDK spricht sich mit Nachdruck dafür aus, dass die Förderanträge und –zusagen direkt zwischen den Kunden und der Kfw-Förderbank abgewickelt werden, so dass die Autohändler nicht die entsprechenden Einkommensnachweise prüfen und dokumentieren müssen.
Das geplante Förderpaket im Umfang von drei Milliarden Euro soll an ein zu versteuerndes Haushaltseinkommen von bis zu 80.000 Euro gekoppelt werden, pro Kind erhöht sich die Grenze um 5.000 Euro. Vorgesehen sind 3.000 Euro Basisförderung, die je Kind um 500 Euro – maximal um 1.000 EUR – steigen kann. Für besonders einkommensschwache Haushalte ist eine zusätzliche Aufstockung geplant. Laut Koalitionsbeschluss soll die Förderung im Jahr 2026 beim Kauf und Leasing von rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) und Plug-in-Hybriden greifen.
Ebenso wichtig bleibt aber die Forderung nach einer Senkung der Ladestrompreise und einem Ausbau insbesondere der Schnellladeinfrastruktur.
Weiter begrüßt der ZDK, dass die Regierungskoalition sich zudem auf europäischer Ebene für eine Abkehr vom geplanten Neuzulassungsverbot für Verbrenner ab 2035 einsetzen will. Nach dem Wunsch der Koalition sollen auch nach 2035 „hocheffiziente Verbrenner“ sowie Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range Extender weiterhin zugelassen werden können.