Im Rahmen der Initiative „AutoBerufe – Zukunft durch Mobilität“ hatten der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) und die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) Ende des letzten Jahres eine Online-Umfrage zur Personalgewinnung durchgeführt. An der Befragung nahmen 1.077 Kfz-Betriebe und 1.339 Auszubildende teil.
Die Umfrage gibt sehr aufschlussreiche Erkenntnisse, an welchen Stellschrauben Betriebe drehen können, um den Nachwuchs und potenzielle neue Mitarbeitende besser zu erreichen. Die Ergebnisse sind aber auch für das Nachwuchsmarketing der Initiative AutoBerufe hilfreich.
Folgende Handlungsempfehlungen haben sich ergeben:
1.
Das zentrale Hindernis auf dem Weg zur passenden Ausbildung ist die fehlende Berufsorientierung an Schulen. Diese Einschätzung teilen unsere Betriebe und die aktuellen Azubis.
Das bedeutet, dass Ausbildungsbetriebe ihren Fokus auf Berufsorientierung legen und Schulkooperationen aufbauen, an Veranstaltungen teilnehmen wie beispielsweise Messen, Girls´/Boys` Day, Betriebspraktika durchführen oder sich gemeinsam mit ihren Auszubildenden auch auf Elternabenden präsentieren sollten.
Zum Thema Praktikum sind hilfreiche Handlungshilfen vorhanden unter:
www.autoberufe.de/praktikum/
Um Schüler zu informieren, gibt es weitere Möglichkeiten unter:
www.wasmitautos.com/praktikum/
2.
Auch bei den für die Nachwuchs- und Mitarbeitergewinnung genutzten Kanälen stimmen die Antworten der beiden befragten Zielgruppen zum Teil überein. Die Unternehmenswebsite beziehungsweise Karriereseite sind hier der drittwichtigste Kanal, um über Berufe und Jobs zu informieren respektive sich dort als Bewerber zu informieren. Die Karriereseite sollte neben informativem und authentischem Inhalt, auch intuitiv nutzbar und schnell zu finden sein. Dies kann entweder durch eine eigene Webseite oder über eine Landingpage (Unterseite) in Ihrer vorhandenen Unternehmenswebseite integriert, erfolgen (z.B. über den Menüpunkt „Karriere“). Tipps zum Aufbau einer Karriereseite finden Betriebe in unserem Werkzeugkasten „How to Karriereseite“.
Eine deutliche Diskrepanz gibt es bei der Antwortmöglichkeit Google. Für Azubis ist Google ein sehr wichtiger Kanal, um sich über Ausbildung, Karrieremöglichkeiten und Betriebe zu informieren. Dies belegen sämtliche Studien zur Mediennutzung der Generation Z. Bei den Betrieben rankt die Suchmaschine sehr weit unten, was die Bekanntheit und Sichtbarkeit der Betriebe deutlich einschränkt. Wir empfehlen deshalb, Google sowie dem Thema SEO (Suchmaschinenoptimierung) mehr Beachtung zu schenken. Dieses ist ein wichtiger Touchpoint für alle Seiten.
Die Befragung unserer Kfz-Betriebe hinsichtlich der Gründe des Wechsels bzw. Ausscheidens von Mitarbeitenden zeigt auf, welche Aspekte hier besonders beachtenswert sind. So werden Arbeitsbedingungen, Arbeitsbelastung oder Stress häufig als Gründe für einen Wechsel angegeben. Aber auch Weiterbildungsmöglichkeiten, Unternehmenskultur, fehlende Kommunikation und Wertschätzung. Bei den Auszubildenden sind nette Kollegen, ein faires Gehalt und Übernahmechancen nach der Ausbildung die wichtigsten drei Aspekte bei der Wahl des Arbeitgebers.
Insbesondere auf die Übernahmechancen haben Betriebe einen Einfluss. Diese müssen frühzeitig vor Ausbildungsende kommuniziert werden, um Auszubildende im Unternehmen zu halten.
Der Werkzeugkasten zum Recruiting und der Betriebefinder werden von den Befragten als gut und wichtig erachtet. Betriebe berichten über erste Bewerbungen von potentiellen Auszubildenden, die über den Betriebefinder eingegangen sind. Wir empfehlen daher, sich unbedingt im #wasmitautos Betriebefinder zu registrieren: www.wasmitautos.com/betriebeformular/
Das ist in wenigen Minuten online durchführbar. Denn auch der Betriebefinder ist ein wichtiger Berührungspunkt, um die junge Zielgruppe zu erreichen bzw. von dieser gesehen zu werden.
Weitere Erkenntnisse: Betriebe wünschen sich für den Werkzeugkasten noch mehr Mustervorlagen und Gestaltungstipps für Praktika sowie Best-Practice-Beispiele aus der Branche. Auszubildende möchten noch mehr Einblicke in Betriebe und den Arbeitsalltag von Azubis sowie konkrete Informationen zu Weiterbildungsmöglichkeiten bekommen. Die Vollständige Nachwuchsstudie kann auf http://www.kfz-bw.de/monatsdienst heruntergeladen werden.